Prof. Olaf Taranczewski

Professur für Producing mit Schwerpunkt Jazz/Pop

Prof. Olaf Taranczewski
Landeszentrum MUSIK–DESIGN–PERFORMANCE

Staatliche Hochschule für Musik
Schultheiß-Koch-Platz 3
78647 Trossingen

Telefon 07425 9491-52
E-Mail olaf.taranczewski@mh-trossingen.de

  • Seit 2017 Professor für Producing mit Schwerpunkt Jazz und Pop
  • Studierte Jazzklavier an der Musikhochschule Mainz und Jazz-Arrangement und -Komposition an der Musikhochschule Köln
  • Lebt und arbeitet seit 2006 als Komponist und Musikproduzent in Berlin-Kreuzberg
  • Erhielt 2015 gemeinsam mit Frank Zerban den Deutschen Filmmusikpreis in der Kategorie „Beste Musik im Film“ für den Soundtrack zu Till Nowaks „DISSONANCE“

Lehrveranstaltungen im Wintersemester 2019/20

Werkzeuge der digitalen Klanggestaltung und deren Anwendung | Synchronisation von Bild und Ton | Grundlagen des Mehrkanaltons | Musik mit Circuit-Bending | Theorie instrumentaler und elektronischer Musik | Grundlagen des Sounddesigns und der Sprachgestaltung | Praktische Umsetzung von Konzepten der Klanginteraktion | Konzeption interaktiver Musiksysteme | Entwicklung künstlerischer Prozesse im Team | Erstellung von einfachen Soundalikes | Umsetzung von Performance-, Installations- und Live Electronic Konzepten | Entwicklung einfacher interaktiver Musiksysteme | Fähigkeit, über die eigene kreative Arbeit und die kreative Arbeit anderer zu reflektieren und konstruktiv zu diskutieren. Das Wintersemester steht unter dem Motto „Raumklang“. Es entstehen lineare sowie interaktive Spatial-Sound-Arbeiten.

TERMINE siehe MD-Stundenplan | PROF. FLORIAN KÄPPLER, PROF. THORSTEN GREINER, PROF. LUDGER BRÜMMER, PROF. OLAF TARANCZEWSKI, JÜRGEN SWOBODA

ZUORDNUNG: KSP-Pflichtmodul Musikdesign

SIEHE MD-STUNDENPLAN | JORDI ALTIMIRA, ANDREAS BRAND, PROF. OLAF TARANCZEWSKI

Vielfältige Angebote an den Schnittstellen Musik und Medien. Einige der Wahloptionen öffnen sich für die Gesamthochschule.

ZUORDNUNG: Studierende Musikdesign und Musicdesign sowie andere Studierende der Fakultät digitale Medien (HFU). LP N.V

KONKRETE ANGEBOTE VOR BEGINN DES WS, PROAKTIVE AUSKUNFT ÜBER ANDREAS BRAND: BRAND@MUSIKDESIGN.NET | PROF. FLORIAN KÄPPLER, PROF. THORSTEN GREINER, PROF. OLAF TARANCZEWSKI, PROF. LUDGER BRÜMMER, ANDREAS BRAND

Analyse von Filmmusik anhand zahlreicher Beispiele sowie Betrachtung der Partituren und der eingesetzten Musikproduktionsmittel. Grundlagen der Filmmusikgeschichte mit Fokus auf US-amerikanische Kinofilme seit den 1930er Jahren bis heute.

ZUORDNUNG: offen für alle Studierenden

MO 19.00–22.00 UHR: 07. & 14. & 28.10., 18. & 25.11., 16.12., 20.01., 03.02. / Evtl. DI 07.01. 19.00–22.00 UHR (NACH ABSPRACHE)
| PROF. OLAF TARANCZEWSKI

Grundlagenwissen in der Produktion, Distribution und Verwertung von Jazz- und Popularmusik. Produktion von Songs verschiedener Stilistiken, auch unter Einsatz von Computersoftware, Mikrofon, Verstärker, Mischpult u.a.

ZUORDNUNG: Studierende im Verbreiterungsfach Jazz/Pop

HLH | MI 11.00–13.00 UHR: 09. & 16. & 30.10., 20. & 27.11., 18.12., 08. & 22.01., 05.02. | TEILNEHMERZAHL BEGRENZT | PROF. OLAF TARANCZEWSKI

Das Seminar bietet Studierenden die Möglichkeit, in praktischen Übungen mit der Audiotechnik vertraut zu werden und sich theoretisches Grundlagenwissen anzueignen. Grundlegende Arbeitsweisen und Werkzeuge der digitalen Tonaufnahme und -bearbeitung werden in einem experimentierfreudigen Umgang vermittelt.

ZUORDNUNG: 1. Fachsemester SM. Offen für alle. 1 LP

R 222 | MO 17.00–19.00 UHR TERMINE: 07. & 14. & 28.10., 18. & 25.11., 26.12., 06. & 20.01., 03.02. + 6-STÜNDIGER BLOCK (AUFNAHME-SESSION) NACH ABSPRACHE. | PROF. OLAF TARANCZEWSKI

Praktische Übung und Vertiefung von Kenntnissen in Ensemblespiel, Songstruktur, Arrangement, Improvisation, Bühnenperformance und anderen Fähigkeiten, um eine Band zum Leben zu bringen.

ZUORDNUNG: Musikdesignstudierende

MI 19.00–22.00 UHR | PROF. FLORIAN KÄPPLER, PROF. OLAF TARANCZEWSKI

Übung im Ensemblespiel und Analyse von Jazz-Standards. Vertiefung und praktische Umsetzung von Kenntnissen in Improvisation, Harmonik und Skalentheorie. Betrachtung von Unterschieden zwischen Genres im Jazz und der Popularmusik anhand praktischer Beispiele.

ZUORDNUNG: Studierende im Verbreiterungsfach Jazz/Pop

SAAL HLH | DI 12.00–14.00 UHR: 08. & 15. & 29.10., 19. & 26.11., 17.12., 07. & 21.01., 04.02. | PROF. OLAF TARANCZEWSKI

In dieser Combo widmen wir uns der 70er Jahre Funk-Phase des Pianisten Herbie Hancock und seiner Band „The Head Hunters“. Besetzung: 1-2 Keyboards, 1 x Git., 1 x E-Bass, 1 x Drums, 1x Percussion, Holz- und Blechbläser. Alben zum Einhören in die Musik: „Man-Child“, „Head Hunters“, „Secrets“, „Thrust“

ZUORDNUNG: Studierende im Verbreiterungsfach Jazz/Pop

SAAL HLH | DI 16.00–18.00 UHR: 08. & 15. & 29.10., 19. & 26.11., 17.12., 07. & 21.01., 04.02. | PROF. OLAF TARANCZEWSKI

Videointerview mit Olaf Taranczewski

Drei kurze Fragen an Olaf Taranczewski

Sie leben und arbeiten als Komponist und Musikproduzent in Berlin, komponieren u.a. für Computerspiele, Kino- und TV-Spielfilme sowie verschiedene Fernsehproduktionen. Wie hat es Sie auf die Professur für Producing mit Schwerpunkt Jazz und Pop am Landeszentrum MUSIK–DESIGN–PERFORMANCE verschlagen?

Als ich vor zwanzig Jahren mein Studium aufnahm, musste man sich – grob gesagt – zwischen Klassik und Jazz entscheiden. Ich bin mit etwa 14 Jahren zum Jazz gekommen, weswegen mir persönlich die Entscheidung, Jazz-Piano in Mainz zu studieren, leichtfiel. Gleichzeitig mochte ich auch Computerspiele- und Filmmusik und interessierte mich für Informatik, doch einen interdisziplinären Studiengang wie „Musikdesign“ in Trossingen gab es schlicht nicht. Den Ansatz, mit dem Landeszentrum MUSIK–DESIGN–PERFORMANCE eine Brücke zwischen traditioneller Musikausbildung und digitalen Medien zu bauen, halte ich daher für wegweisend. Hier erhalten auch Studierende die Möglichkeiten einer staatlichen Ausbildung, die mit ihrer besonderen musikalischen Kreativität in keine der klassischen Schubladen passen. Andererseits erhalten Studierende der klassischen Musikstudiengänge die Möglichkeit, über den Tellerrand zu schauen. Das hat mich sofort angesprochen.

„Producing“ mag sich für einen Laien als Begriff nicht gleich erschließen. Wie würden Sie das Fachgebiet Musikproduktion beschreiben?

Die Arbeit als Musikproduzent ist anspruchsvoll und abwechslungsreich und stellt stets eine Herausforderung dar. Ich genieße das inspirierende, produktive Miteinander mit anderen Musikern, Regisseuren, Game-Designern, Redakteuren, Videokünstlern und Schauspielern und das offene, kreative Arbeitsumfeld im Tonstudio. Musikproduzenten sind oft künstlerische und technische Leiter gleichzeitig. Es ist daher unabdinglich, stets aktuelle Entwicklungen in der Musikszene zu verfolgen, aber auch die neuesten Studiogeräte, Software-Sequencer, Betriebssysteme und Plugins zu kennen. Für einen Musikproduzenten ist heutzutage der Umgang mit Synthesizern und Computern so selbstverständlich wie das Schreiben von Arrangements für Orchester oder das Analysieren einer Hollywood-Filmmusik. Genau diese Mischung ist, was ich an diesem Beruf liebe, und was ich gerne an die Studierenden weitergeben möchte.

Sie betreuen mit der „Soundtrack Collaboration“ ein Kooperationsprojekt zwischen der Musikhochschule Trossingen und der Nanyang-Universität Singapur – ein Paradebeispiel für Kunstproduktion im digitalen Zeitalter?

Absolut! Vor der Erfindung des Internets wäre diese Art der Zusammenarbeit kaum möglich gewesen. Die Kollaboration ist für Studierende sowohl in Singapur als auch in Trossingen eine wichtige und bereichernde Erfahrung, und ich bin froh, das Projekt gemeinsam mit Prof. Florian Käppler und Prof. Hannes Rall von der Nanyang Technological University Singapur zu betreuen. Die zu vertonenden animierten Kurzfilme, die uns aus Singapur erreichen, sind in den meisten Fällen ohne Dialog angelegt, so dass die gesamte Ton-Ebene, von der Filmmusik bis zum Sound-Design in Trossingen komponiert und produziert wird. Via E-Mail, Video-Telefonie und digitalem Datenaustausch tasten sich die europäischen Komponisten mit den asiatischen Filmemachern über Monate an eine gemeinsame künstlerische Sprache heran und überwinden dabei so manche technische und kulturelle Barriere.

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