Prof. Dr. Christina Zenk

Professur für Musikbezogene Designtheorie im Kontext digitaler Medien

Prof. Dr. Christina Zenk
Landeszentrum MUSIK–DESIGN–PERFORMANCE

Staatliche Hochschule für Musik
Schultheiß-Koch-Platz 3
78647 Trossingen

Telefon 07425 9491-95
E-Mail christina.zenk@mh-trossingen.de

  • Seit 2016 Professorin für Musikbezogene Designtheorie im Kontext digitaler Medien am Landeszentrum MUSIK–DESIGN–PERFORMANCE
  • Studium der Psychologie und Musikpädagogik in Bamberg und Studium der Komposition & Arrangement Jazz/Pop in Köln
  • 2012-2014 Wissenschaftliche Mitarbeiterin in Siegen. Promotion bei Maria Luise Schulten zum Thema Die Musik der Laufstege. Merkmale der Modenschaumusik (Münster: Lit-Verlag)
  • 2014-2016 Post-Doc in Siegen u. a. im interdisziplinären Forschungsprojekt Orpheus & Walküren. Prototyp einer virtuellen Forschungsumgebung für transmediale Clusteranalysen.

Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2020

AHNER, PROF. DR. PHILIPP
NEIPP, ANIKA
SCHNEIDER-BINKL, PROF.I.V. DR. SABINE
ZENK, PROF. DR. CHRISTINA

MUSIKPÄDAGOGISCHES SEMINAR FÜR EXAMENSKANDIDATEN

Das Seminar für Studierende des Gymnasiallehramts sowie Musikdesign dient der Vertiefung ausgewählter Themen und kann ggf. als Vorbereitung auf die Staatsprüfung für das Lehramt an Gymnasien (s. § 11, Abs. 3 der GymPO I) oder die Bachelorarbeit (RahmenVO-KM 2015) genutzt werden. Schwerpunkt des Seminars sind mündliche Prüfungsthemen, die Zulassungsarbeit, die Bachelorarbeit sowie die Ausgestaltung des Integrativen Moduls bzw. der Integrativen Prüfung im Staatsexamen.

Mittwoch 19.00-20.30 Uhr
(Beginn 08.04.2020) 19.00 Uhr
R 165

ZENK, PROF. DR. CHRISTINA

METHODOLOGIES IN RESEARCH AND DESIGN: THEORETICAL PART

Im theoretischen Teil werden Kompetenzen zu Wissenschaft, Forschung und Methodik vermittelt: theoretische Modelle des Musikdesigns und wissenschaftliche Literatur werden rezipiert, Forschungsdesigns (Methoden, Ziele, Ergebnisse) überprüft und erörtert. Aktive Teilnahme und schriftliche Mitarbeit (Hausaufgabe u. ä.) ist Voraussetzung für den Erwerb der Leistungspunkte.

Dienstag 14. & 28.04./ 12.05./ 09. & 16. & 30.06./ 14.07.2020
09.00-13.00 Uhr
R C 304

ZENK, PROF. DR. CHRISTINA

HÖRPRAKTIKUM

Das Praktikum ermöglicht eine differenzierte Auseinandersetzung mit verschiedenen Genres und Stilen. Die Reflektion und Beurteilung von Musik erfolgt über eine historische Kontextualisierung und Analyse der kompositorischen Eigenschaften. Bitte beachten: Ganzjähriges Modul, dass immer im Wintersemester startet.

Dienstag 14. & 28.04./ 12.05./ 09. & 16. & 30.06./ 14.07.2020
15.00-18.00 Uhr
R C 304

ZENK, PROF. DR. CHRISTINA

MUSIKWISSENSCHAFTLICHES SEMINAR FÜR EXAMENSKANDIDATEN

Entwicklung von Leitfragen und Struktur der BA-Arbeit, Schreibstil, Recherche und Aufbereitung von Literatur u.a

Mittwoch (Beginn 08.04.2020) 19.00 Uhr
R 165

Videointerview mit Christina Zenk

Drei kurze Fragen an Christina Zenk

Sie haben ein Studium in Psychologie und Musikpädagogik an der Universität sowie in Komposition und Arrangement an der Musikhochschule absolviert und mit einer musikwissenschaftlichen Dissertation promoviert. Das klingt ja fast wie ein vorbestimmter Weg zu Ihrer heutigen Professur am Landeszentrum. Wie würden Sie Ihren „Weg nach Trossingen“ beschreiben?

"Ja, in der Rückschau kristallisiert sich ein roter Faden heraus: das Interesse an psychologischen Themen, insbesondere das Verständnis über Wahrnehmung und Handeln des Menschen, war ebenso früh vorhanden wie meine Lust am Schreiben von Musik. Warum Musik wie entsteht, wahrgenommen, interpretiert und eingesetzt wird, waren Fragen, die sich mir schon während meines Musikstudiums aufdrängten. In meiner Dissertation zur Musik der Modenschau konnte ich mich theoretisch und empirisch damit auseinandersetzen. Besonders hat mir an diesem Thema gefallen, meine Perspektiven zu erweitern, neben musikwissenschaftlichen Theorien beschäftigte mich die Mode-Theorie, ein Paradebeispiel des Designs. Die genannten Fragestellungen zur Musik liegen aus meiner Sicht im Kern dieser Professur."

Der Begriff „Design“ begegnet uns im Alltag häufig. Vieles was früher entworfen oder auch hergestellt wurde, wird heutzutage „designt“. Sie haben die Professur für Musikbezogene Designtheorie im Kontext digitaler Medien inne. Der Begriff „Design“ steht außerdem im Titel des Landeszentrums MUSIK–DESIGN–PERFORMANCE im Zentrum. Was hat es auf sich mit dem Begriff und welche Rolle hat er bezogen auf die Musik?

"Nehmen wir die Definition aus dem Wörterbuch Ästhetische Grundbegriffe von Heinz Hirdina, dann meint Design „das ästhetisch bestimmte Entwerfen von industriell reproduzierbaren Gebrauchsgegenständen“. Auf Musik übertragen spricht man von Angewandter Musik – Musik, die zu einem bestimmten Zweck geschrieben und funktionalisiert wird. Eine musikbezogene Designtheorie beschäftigt sich mit Fragen ihrer Gestaltung und Ästhetik: Wie beziehen sich Musik und Anwendungskontext aufeinander? Wie sind diese Musiken gestaltet und wie lassen sie sich systematisieren? Neben etablierten Formen wie der Filmmusik sind gerade neue, aufgrund technologischer Entwicklungen entstehende Bereiche der Angewandten Musik, beispielsweise in virtuellen Umgebungen, besonders spannend.

Der Designbegriff lässt sich auch anders lesen. In den letzten 60 Jahren hat er sich erweitert und wird auch als eine Art Modus von Kulturproduktion verstanden. Ganz im Sinne von Viktor Papaneks „all men are designers“ kann eine musikbezogene Designtheorie auch soziologisch-psychologisch verstanden werden: Musik als „Cultural Repertoire“, als Quelle für Handeln, Fühlen und Denken."

Zu Ihren Lehrveranstaltungen gehört ein besonderes Seminarformat, das Hörpraktikum für Musikdesign- und Schulmusikstudierende. Was können wir uns darunter vorstellen?

"Im Hörpraktikum werden auditive Zugänge zur Musik entwickelt und vertieft mit dem Ziel Musik differenziert wahrzunehmen, sie musikalisch wie künstlerisch zu beschreiben und historisch wie stilistisch einzuordnen. Der Schwerpunkt im Kurs liegt auf der populären Musik ab 1920: Wir hören uns sozusagen querbeet durch die Geschichte des Pop. Eine Wissensgrundlage wird mit musikwissenschaftlichen Texten zur Popmusik geschaffen, auf deren Basis das Gehörte leichter eingeordnet und benannt werden kann. Interessant ist aus meiner Sicht dabei der Umstand, dass die Beschreibung von Sound, durch die sich Popmusik ja stark auszeichnet, nicht nur für die Studierenden eine Herausforderung ist, sondern auch für die Musikwissenschaftler."

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