In the week from 2 to 8 December 2017, the newly founded Landeszentrum MUSIK–DESIGN–PERFORMANCE celebrated its opening and presented itself to the public for the first time. The accompanying publication "MUSIK–DESIGN–PERFORMANCE. Ein Lesewerk." published a comprehensive and thematically introductory commemorative publication.

In addition to the "musik AN | AUS stellung", an interactive exhibition on sound art at the Landeszentrum in cooperation with HFU, ZKM, Filmakademie BW Ludwigsburg, Universität Konstanz, GMEM and IRCAM, numerous concerts and workshops were offered. In the following you will gain an insight into the reading work and the varied programme of the opening week 2017.

MUSIK–DESIGN–PERFORMANCE. Ein Lesewerk.

Programme

Concerts

Samstag, 02.12.2017
18.45 Uhr | Foyer Konzertsaal | Werkeinführung
19.30 Uhr | KonzertsaalOpen Source Guitars – Moving Sounds
für 6 Spieler, 9 (E-)Gitarren, Soundtrack, 6 Amps und 6 Lautsprecher (2017)

Das Klischee von neuer Musik als ‘anstrengend und doch eher disharmonisch’ gilt nicht für Moving Sounds der Open Source Guitars. Die Band bewegt sich hier mühelos zwischen den Stilrichtungen Rock, Improvisation und neuer Kammermusik, wobei die Mitglieder von ihrer Kompositions- und Aufführungserfahrung in multimedialen Theaterwerken, Konzeptkunst, Konzert-, und Filmmusik schöpfen. Moving Sounds (2017) entstand als Kollektivkomposition der Bandmitglieder, die sich hierzu von unterschiedlichsten Stilen haben inspirieren lassen. Die Noise Rock Band ‚Zu’, die englische Avantgarde Rockband ‚Radiohead’, der Polyrhythmiker und Minimalist Steve Reich, die polnische Folk Gruppe ‚Kapela ze wsi Warszawa’ und ‚Ramstein’ standen Pate für ihre Komposition.

Henry Fourès – Six White Dots 
für Jongleur mit interaktiven Sensorbällen und 6 E-Gitarristen (2016-17)

In der Komposition für Jongleur, klingende Sensorbälle (entwickelt von den französischen Instituten IRCAM, Paris, und GMEM, Marseille), sechs Gitarren und Soundtrack des Komponisten Henry Fourès mischen sich ausnotierte Musik, improvisierte Atmosphären und vorproduzierte Klangwelten mit den ausdrucksstarken Körper- und Bewegungsgestalten der interaktiven Jonglierkunst. Die Bewegung des Jongleurs im Raum, die über die Sensorbälle Rhythmus und Klang generiert, ist dabei ebenso Teil der sensuellen Erfahrung wie die das ungewöhnliche Klanguniversum der Open Source Guitars. Zwischen installativem Theater und performativem Konzertstück steht in Six White Dots die Erfahrung von Bewegung, Körper und Klang im Mittelpunkt der Performance.

Uraufführung von Six White Dots für Jongleur, Sensorbälle und 6 Gitarristen von Henry Fourès und Moving Sounds, einer Eigenkomposition der Open Source Guitars. In Kooperation mit GMEM und IRCAM.

Open Source Guitars: Robert Menczel, Mikolaj Pociecha, Florin Emhardt, Phileas Baun, Marius Schnurr, Martin Köhler
Jonglage: Jérôme Thomas, Ria Rehfuß
Komposition: Henry Fourès und Open Source Guitars
Leitung: Prof. Dr. Barbara Lüneburg

Montag, 04.12.2017
19.30 Uhr | Kleine Aula

Combos, Vocal Ensemble und Big Band der Hochschule rocken ab, von „Klassikern“ bis aktuellen Stücken des Hard’n’Heavy.

Projektleitung: Prof. Matthias Anton, Rawand Baziany, Thomas Förster, Raphael Lott, Anika Neipp, Prof. Roland Pfeiffer, Prof. Dr. Christina Zenk

Dienstag, 05.12.2017
19.30 Uhr  | Kesselhaus im HohnerarealBerührung im Verborgenen.
Happening aus Musik und Bewegung.
Interaktive Inszenierung von Werken unterschiedlicher Epochen,
Eigenkompositionen und Improvisationen.

Künstlerische Leitung: Prof. Dr. Dierk Zaiser (Music & Movement)
Leitung Musik: Prof. Dr. Barbara Lüneburg (Ensemble und Digitale Performance, Landeszentrum)
Leitung Bildprojektion: Prof. Thorsten Greiner (Intermediales Gestalten und Klanginteraktion, Landeszentrum)
Licht: Doris Schopf
Maske: Nadja Werthmann
Ton: N.N.
Regieassistenz: Eva-Maria Gebauer, Sophia Waldvogel, Hannah Monninger
Performance: Eva-Maria Gebauer, Miriam Gluth, Hannah Monninger, Laura Sichler, Hannah Tilt, Sophia Waldvogel
Eingangsritual: Sandra Bommeli, Clara Cazzanelli
Laptop und Komposition: TROLL Trossinger Laptopensemble
Franz-Wielandt Filtz, Lukas Neckritz, Vincent Egerter, Tobias Emmerich, Tab Bellmann

György Ligeti Musica Ricercata II
Klavier: Harald Sinot

Jean Sibelius Valse Triste
Klavier: Yinong Wang
Saxophon: Dominik Wittmann
Kontrabass: Milena Röder-Sorge

Bojana Šaljić Podešva  Meditacija o blizini
Akkordeon: David Maksimovic

Georg Philipp Telemann Tafelmusik 3.Teil.  XIV. Quartett in E-moll
Cembalo: Adeline Cartier
Barockvioline: Alexander Pilchen
Traversflöte: Ayako Tsukamoto
Barockcello: Izumi Fujii

Posaunenimprovisation
Posaune: Keisuke Fujinami

Stefano Scodanibbio Studi 3 Upward
Bass: Zacharias Fasshauer

Mittwoch, 06.12.2017
12.00 Uhr | Raum 128

Sonderkonzert mit Christian Sébille und Jean-Marc Montera sowie Studierenden der improvisations-Workshops.

Mittwoch, 08.12.2017
18:00 Uhr | Kleine AulaDie Studierenden laden ein zu einer freien, offenen, interdisziplinären, genre-ungebundenen Improvisationssession. Alle sind willkommen, von der Renaissancegeigerin bis zum Digital Nerd.

Projektleitung: Zacharias Fasshauer

Donnerstag, 07.12.2017
14:00 Uhr & 17:30 Uhr | Kleine AulaEine interaktive Performance mit Publikumspartizipation von sechs PosaunistInnen, die über Live-Elektronik mit vier Laptopmusikern des TROLL-Laptopensembles zusammen improvisieren. Dabei werden Fragen zur Zukunft aus dem Publikum vom ORAKEL musikalisch beantwortet.

Wir nehmen das Publikum mit auf eine Reise in eine dritte Dimension des Hörens, Denkens und Erfahren. Stellen Sie uns Ihre Fragen, und wir deuten für Sie Ihre Zukunft.

Projektleitung: Prof. Abbie Conant und Prof. Dr. Barbara Lüneburg

Donnerstag, 07.12.2017
16.30 Uhr |  Kleine Aula

Donnerstag, 07.12.2017
21.00 Uhr  |  Kleine Aula

Präpariertes Klavier und effektgeladener E-Bass verschmelzen in Live-Granularsynthese und entstehen als hybride Reflexion von Mensch und Maschine wieder. Mit dem Ensemble FOC (Prof. Olaf Taranczewski, Chris Ross und Frank Zerban). Im Anschluss geben die Workshopteilnehmer von "Vom Ton zum Geräusch zum Ton" eine Präsentation ihrer Ergebnisse.

Freitag, 08.12.2017
20.00 Uhr  |  Konzertsaal

Eröffnet mit einem Grußwort von Frau Ministerin Theresia Bauer (MdL). Musikalischer Höhepunkt mit Künstlerinnen und Künstlern der Musikhochschule.

Symposium

Donnerstag, 07.12.2017
11.00 Uhr | Kleine Aula
Vortrag & Diskussion

Technologische und medienepistemologische Herausforderungen musikalischer Kompositionen, elektronischer Klangobjekte und Aufführungen an ihre Überlieferung als Archiv.
Referent: Prof. Dr. Wolfgang Ernst, Professor an der HU Berlin.
Anschließend Diskussion mit Prof. Dr. Rainer Bayreuther, Dr. Joachim Goßmann, Prof. Dr. Oliver Ruf und Dr. Tim Otto Roth.

Mit einer Musikhochschule ins digitale Zeitalter zu gehen wirft notwendigerweise und mit großer Grundsätzlichkeit die Frage nach der Archivierung der Artefakte auf, die aus ihr hervorgehen. Bislang schöpfte eine Musikhochschule aus weitgehend gedruckten Ressourcen: Noten; musikwissenschaftliche und musikpädagogische Begleittexte. Ihr Output waren einmalige Live-Konzerte sowie Dokumente der hochschulischen Arbeit, die im ROM-Modus benutzt wurden: CD-Einspielungen, musikwissenschaftliche und -pädagogische Texte. Der klassische Ort für die Aufbewahrung und kontrollierte Benutzung dieser Artefakte war die Bibliothek.

In der digitalen Ära vollziehen sich umwälzende Veränderungen. Musikalische Live-Situationen sind zunehmend durchsetzt von digitalen Vorgängen, vom Zuspielfile bis hin zur noch zukünftigen, aber absehbaren Autokorrektur von Fehlern in Echtzeit. Die „Werke“ werden multimedial, Video und Audio verschränken sich. Einmalige situationsbedingte Performances finden an stehenden Klangskulpturen statt. Klangwerke werden von selbstregulativ und rekursiv arbeitender Software generiert. Sie haben in ihrer ästhetischen Substanz einen diffusen Anfang und ein open end. Werk und Labor verschmelzen zu ästhetisch-epistemischen Anordnungen. Um ein Werk „wiederholen“ zu können, stehen kaum mehr Noten zur Verfügung – was aber muss stattdessen archiviert werden, um „Wiederholungen“ zu ermöglichen? All das greift schließlich in den künstlerischen Unterricht ein: Ein Geigenvirtuose wird sein Wissen kaum noch in einer gedruckten Violinschule niederlegen. Er fertigt audiovisuelle best-practice-Files an, die zunehmend interaktiv sind, d.h. zugleich Spielanweisung und Fehlerkorrektur im virtuellen Unterricht sind.

Anlass des Podiums ist die Eröffnung einer neuen Abteilung an der MH Trossingen, dem Landeszentrum Musik-Design-Performance. Ihre Aufgabe ist keine separierte; vielmehr soll sie der Ort sein, an denen sich die gesamte Hochschule sich mit den Veränderungen des musikalischen Handelns in der digitalen Ära auseinandersetzt. Wesentlicher Bestandteil des Landeszentrums ist der Aufbau einer Mediathek (Projektleitung: Dr. Joachim Goßmann). Die Problemstellung der Mediathek ist es, für die beschriebene hybride Medialität von klanglichen Artefakten in der digitalen Ära angemessene Strukturen zu entwickeln.

Es diskutieren:

Prof. Dr. Wolfgang Ernst (HU Berlin, hält zu Beginn des Podiums eine keynote)
Prof. Dr. Oliver Ruf (HFU Furtwangen)
Dr. Tim Otto Roth (Oppenau, Multimediaküntler und Kunstwissenschaftler)
Björn Gottstein (Musikjournalist am SWR; künstlerischer Leiter der Donaueschinger Musiktage)
Dr. Joachim Goßmann (MH Trossingen, Projektleiter Mediathek)
Prof. Dr. Rainer Bayreuther (MH Trossingen, Moderation)

Donnerstag, 07.12.2017
14.30–16.00 Uhr |  Kleine Aula

PODIUM Musik-Digital-Didaktik
mit Prof. Dr. Philipp Ahner, Prof. Dr. Christina Zenk, Prof. Dr. Norbert Schnell, Matthias Krebs

Donnerstag, 07.12.2019
18.00–19.30 Uhr | Kleine AulaVirtuelle Umgebungen und Systeme der erweiterten Realität ziehen immer mehr Menschen in ihren Bann und lassen uns die Umwelt um uns herum vergessen. Dadurch werden Sound, Musik und visuelle Umgebungen nicht nur erfahrbar, sondern multimodal und ganzheitlich erlebbar. Der Besucher kann sich eine Welt schaffen in der er sich nicht nur frei bewegen, sondern die er auch aktiv mitgestalten kann. Diese technischen Möglichkeiten eröffnen einen ganz neuen künstlerischen Horizont den es zu erforschen gilt. Dabei werden viele Fragen aufgeworfen, die wir in unserem Panel diskutieren wollen. Zum Beispiel: Wie schaffen wir Identität, wie Authentizität? Wie muss Ton oder Musik eingesetzt werden um Wirklichkeiten zu schaffen? Worin liegt hier der Unterschied zwischen Monitor und VR Brillen? Wie wird die Narration verändert?

Folgende Teilnehmer sind mit dabei:

Ludger Brümmer hat die Professor„Komposition für Digitale Medien” an der Musikhochschule Trossingen inne. Er ist Leiter des Instituts für Musik und Akustik am Zentrum für Kunst und Medientechnologie in Karlsruhe. Seine künstlerischen Tätigkeitsfelder liegen vor allem im Raumklang, sowie medialer Komposition mit unterschiedlichen audiovisuellen Inhalten (3D, Video, Interaktivität, live Video).

Dr. Joachim Goßmann ist Tonmeister, Forscher und Entwickler im Bereich der interaktiven audiozentrierten Medien und trägt seit 1996 als Mitglied bahnbrechender Arbeitsgruppen im Bereich VR und Spatial Audio in Deutschland und den U.S.A. konzeptionell-philosophisch-kompositorisch zu Installationen im Bereich VR/AR und der Entwicklung immersiver Audioformate bei.

Dr. Markus Noisternig arbeitet als Forscher am Ircam, CNRS und der Sorbonne Universität – UPMC in Paris und ist als Künstler für seine Projekte an der Schnittstelle von Kreativität und wissenschaftlicher Forschung bekannt. Er arbeitet mit einer Vielzahl internationaler Komponisten und Ensembles für neue Musik zusammen.

Benjamin Schäfer Benjamin Schäfer ist ausgebildeter Soziologie und widmet sich darüber hinaus der Computerspielforschung. In seiner Dissertation betrachtet er Virtual Reality Hardware und Software und fragt sich, wie Realität in VR Applikationen entsteht und was sie glaubwürdig erscheinen lässt.

Olaf Taranczewski ist seit 2017 Professor für Producing mit Schwerpunkt Jazz und Pop am Landeszentrum MUSIK-DESIGN-PERFORMANCE. Er studierte Jazz-Piano an der Hochschule für Musik Mainz und Jazz-Komposition an der Hochschule für Musik und Tanz Köln. Seit 2006 lebt er in Berlin und komponiert Musik für Film, Fernsehen, Theater, Installationen und Computerspiele. Für die Filmmusik zu "Dissonance" erhielt er 2015 gemeinsam mit Frank Zerban den Deutschen Filmmusikpreis.

Chairs:

Dr. Matthias Wölfel ist Professor für Interaktive Medien an der Hochschule Furtwangen. Zuvor war er Professor für Intermediales Design an der Hochschule Pforzheim. Seine Expertise liegt in der Entwicklung von sensorbasierten Signalverarbeitungsalgorithmen für die Mensch-Maschine-Interaktion, dem Interactiondesign sowie der Gestaltung und Umsetzung virtueller Erlebniswelten.

Thorsten Greiner ist Professor für intermediales Gestalten und Klanginteraktion an der Musikhochschule Trossingen und beschäftigt sich mit Szenographie im Bereich der audiovisuellen Bühnenperformance sowie in Virtual Reality Anwendungen.

Freitag, 08.12.2019
10:00 Uhr | Kleine Aula

Entertainment und Kommunikation
Diversität und Gleichbehandlung
Digitale Ermächtigung und Partizipation in Gesellschaft und Kunst

versus

Bots und Algorithmen
Begrenzter Zugang zur digitalen Welt
Zensur und Massenmanipulation.

Soziale Medien werden von Veranstalter*innen und Agenturen, und Kunstschaffenden als ein relevantes und wichtiges Werkzeug des Marketings und der Kommunikation angesehen. Erfolgsgeschichten von Künstler*innen die aus dem Nichts heraus über YouTube berühmt geworden sind, machen dabei vor allem unter jungen Kunstschaffenden immer wieder die Runde. Und der Mythos bleibt hartnäckig bestehen, dass man über Soziale Medien quasi kostenfrei und mit garantiertem Publikum ganz einfach eine Präsenz auf dem Kunstmarkt bekommen und die eigene Sichtbarkeit maßgeblich erhöhen kann. So wird dann auch das eigene Produkt ‚Künstlerin’, ‚Künstler’ oder ‚meine Kunst’ modelliert, gepflegt und über YouTube, SoundCloud und Twitter in Bild, Wort und Klang verbreitet. Der eigene Beliebtheitsgrad wird dabei ‚gefühlt’ statt über die Gatekeeper von Festivals, Presse und Medien von den Social Media-Nutzern selbst basisdemokratisch über Likes bestimmt.

Der beruflichen Imagepflege gegenüber stehen das Kommunizieren, das Teilen und das Interagieren auf den sozialen Medien. Sehen und Gesehen werden. Aufmerksamkeit geben und Aufmerksamkeit bekommen. Es geht hier um das aktive Partizipieren in Kunst und Gesellschaft, um das Teilen, von dem, was man mag und was man geschaffen hat, um den authentischen Kontakt miteinander, oder einfach nur um den persönlichen Bericht aus dem Alltag. ‚Relevanz’, ‚Respekt’ und ‚Return’. So benennen die Kommunikationswissenschaftler Kaplan und Haenlein die drei großen Rs, die für sie die Grundvoraussetzung für eine gelungene Kommunikation auf dem sozialen Netz sind (Kaplan und Haenlein 2011).

In der Paneldiskussion rund um Soziale Medien diskutieren Fachleute aus Kulturmanagement, Kunst und künstlerischer Forschung über Sinn, Potential und das Anwenden Sozialer Medien in der Kunst.

Panelteilnehmer:

  • Norbert Schnell: Forscher zu interaktiven mobilen Technologien und musikalische Nutzung des Webs vormals am IRCAM/Paris, seit 2017 Professor für Musikdesign an der Hochschule Furtwangen.
  • Julian Stahl: Kulturmanager und Projektleiter PODIUM.Digital Esslingen mit dem Fachgebiet Kulturorganisation der Zukunft an den Schnittstellen von Theorie und Praxis, Kultur, Management und Soziologie.
  • Dominika: Szope Leiterin Kommunikation und Marketing am ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe.

Chairs:

  • Ludger Brümmer: Leiter des Institut für Musik und Akustik  am ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe, seit 2016 Professor für digitale Medien an der Musikhochschule Trossingen.
  • Barbara Lüneburg: Leitung des künstlerisch-wissenschaftlichen Forschungsprojektes
    TransCoding –From ‘Highbrow Art’ to Participatory Culture an der Kunstuniversität Graz, seit 2016 Professorin für Ensemble und Digitale Performance an der Musikhochschule Trossingen.

Workshops

Montag, 04.12.2017, 11.00 & 16.00 Uhr
Dienstag, 05.12.2017, 11.00 Uhr
Mittwoch, 06.12.2017, 11.00 Uhr
Raum 128Referent: Christian Sébille und Jean-Marc Montera

Achtung: Dieser Workshop findet in englischer Sprache statt.

Improvisation - Instrumente die in Beziehung zu elektronischer Komposition treten.
In diesem Workshop werden akustische Instrumente mit Hilfe von digitaler Technologie durch eine Live-Verfremdung in moderne Klänge umgewandelt, die zusammen mit weiteren Instrumenten zu einem Klangteppich verwoben werden.

Montag, 04.12.2017
13.30Uhr | Raum 153
15.30 Uhr | Kleine AulaIn diesem Jahr widmet sich das Projektseminar „Producing“ der Jazz-& Popularmusik-Abteilung unter Leitung von Anika Neipp dem Genre Hard Rock und Heavy Metal.

Zwei Workshops ermöglichen den Studierenden der Hochschule einen Einblick in das Genre:

Workshop I: „More is more“ – musikalische Virtuosität in der Hard’n’Heavy Performance
Was ist musikalische Virtuosität und welcher Kriterien bedarf es, um sie zu definieren? Wie lässt sich dies in Performances von Hard’n’Heavy-Musikern, insb. Gitarristen, beobachten und beschreiben?
Referentin: Prof. Dr. Christina Zenk

Workshop II: Probenhospitation Bohemian Rhapsody & Vocal-Effects
Die Konzertvorbereitung des Vocal Ensembles kann aus nächster Nähe beobachtet werden; im Fokus stehen die Mikrofontechnik und Blending-Effekte. Im Anschluss daran werden verschiedene Vocal-Effects erläutert und vorgeführt.
Referentin: Anika Neipp

Dienstag, 05.12.2017, 09.00 Uhr
Mittwoch, 06.12.2017, 14.00 Uhr
Donnerstag, 07.12.2017, 17.00 Uhr
Freitag, 08.12.2017, 11.00 Uhr, 15.30 Uhr und 17.00 Uhr
Raum 164Referent: Prof. Dr. Norbert Schnell

WebAudio-basierte Applikationen zum gemeinsamen Musizieren (mit oder ohne musikalische Vorbildung) mit mobilen Geräten

Dieser Workshop stellt neue Möglichkeiten vor gemeinsam mit Web- und Mobiltechnologien zu musizieren. Dabei geht es sowohl um das Experimentieren mit neuen musikalischen Formen als auch um neue Möglichkeiten bestehende musikalische Werke zu vermitteln.

Die Teilnehmer können ihre eigenen mobilen Geräte benutzen (Smartphone oder Tablet unter Android ≥ 4.2 oder iOS ≤ 7 mit Chrome oder Safari, gerne mit externen mobilen Lautsprechern).

Dienstag, 05.12.2017
10.00 Uhr | SenatssaalReferenten: Harald Kimmig und Prof. Detmar Kurig

In  diesem Workshop werden wir künstlerische Zusammenhänge von Klang und Improvisation und der Wahrnehmung des Raumes und der Bewegung des eigenen Körpers erforschen.
Wenn wir musizieren sind wir zugleich immer körperliche Präsenz und Position in einem konkreten und abstrakten Raum. Wie sich der eigene Körper, der Klang und der Raum gegenseitig inspirieren, werden wir in diesem Kurs anhand einiger konkreter Themen genauer untersuchen. Wir werden ‚Improvisierte Musik’ aus der Perspektive der Bewegung und der Performance betrachten. Dazu gehört die Erforschung der Möglichkeiten von Körperwahrnehmung und Beweglichkeit für den Musiker, die Bedeutung von Positionen, Richtungen, Wegen und Ebenen im Raum u.v.a.m.

Dienstag, 05.12.2017, 11.00 Uhr
Mittwoch, 06.12.2017, 17.00 Uhr
Raum 164Referent: Prof. Dr. Norbert Schnell

Gemeinsames Improvisieren auf mobilen Geräten mit Klang- und Musikaufnahmen verschiedenster Art (mit oder ohne musikalische Vorbildung)

Dieser Workshop stellt eine einfache web-basierte Applikation vor, Walkers, die es ermöglicht mit Klangaufnahmen verschiedenster Art zu improvisieren. Hierbei geht es vor allem darum zusammen eine Klangkomposition in Zeit und Raum zu schaffen. Die Applikation wurde mehrfach im Kontext musikpädagogischer Projekte eingesetzt. Die Teilnehmer können ihre eigenen mobilen Geräte benutzen (Smartphone oder Tablet unter Android ≥ 4.2 oder iOS ≤ 7 mit Chrome oder Safari, gerne mit externen mobilen Lautsprechern) und sind dazu eigeladen ihre eigenen Soundfiles (≤ 30 sec) auf einem USB-Stick mitzubringen. Auch mobile Lautsprecher können mitgebracht werden.

Dienstag, 05.12.2017
12.00 Uhr & 13.00 Uhr | Raum 131/132Referentin: Juliette Villemin

Eine Tanz-Musik-Performance über den richtigen Augenblick

Welche Qualität hat unser Zeitempfinden? Wie bestimmen wir über unsere eigene Zeit? Gemeinsam begeben wir uns auf die Suche nach der geheimnisvollen individuellen Zeit, die sich der globalen Zeitmessung widersetzt.

Die Künstler laden das Publikum ein, sich mit ihnen zu synchronisieren und gemeinsam auf die Suche des richtigen und nicht wiederkehrenden Augenblicks zu gehen, ein inniger, intensiver und erfüllter Moment, der uns die Möglichkeit schenkt, die Zeit und ihren Lauf zu vergessen.

Folgende Aufgaben werden im Workshop eingeführt und sind von den Tänzern und Musikern, der Performance „Synchroncity: eine Performance über den richtigen Augenblick“, im Kreationsprozess, als Übung und Training sowie als intensiven, subjektiven Zeiterlebnis entwickelt und durchgeführt. Die Spiele benötigen das Mitspielen eines Partners: “Handclap”, “Ninja”, “Fast-Slow/ Up-Down: Aikido Handdrop” und “Causal Time” sind vier beispielhafte Aufgaben, welchen den Eindruck erwecken sollen, dass die Zeit doch anzuhalten ist.

Dienstag, 05.12.2017
14.00 Uhr | Raum 165Referent: Prof. Dr. Philipp Ahner

Technische und pädagogische Grundlagen für das Lernen und Lehren mit mobilen Endgeräten

Der Praxis-Workshop ermöglicht den Teilnehmerinnen und Teilnehmern erste Einblicke in technische und pädagogische Grundlagen für das Lernen und Lehren mit mobilen Endgeräten

  • Wie beginne ich mit mobilen Geräten Lernzeit/Unterricht zu gestalten? (Einfache Apps für den Einstieg)
  • Welche technischen Hürden und Stolpersteine muss ich als Lehrkraft berücksichtigen? (Kabel, Stecker, WLAN, Flugmodus etc.)
  • Welche Lernformen und Aufgabenformate eignen sich für das Lernen und Lehren mit mobilen Endgeräten?

Einsteiger-Workshop, Mitzubringen sind: Smartphone/Tablet und Kopfhörer. Internetzugang im Kursraum erforderlich.

Dienstag, 05.12.2017, 15.00 Uhr
Mittwoch, 06.12.2017, 10.00 Uhr
Kleine Aula
Referent: Prof. Olaf Taranczewski und Frank Zerban

Akustische Instrumente treffen auf digitale Granularsynthese und analoge Klangformung

In diesem Workshop wollen wir Klassische Instrumentalisten und Sänger mit Pop/Jazz-Musikern und Musikdesignern zusammen bringen, sie womöglich auch die Rollen tauschen lassen. Im Mittelpunkt steht die Improvisation und deren Transformation durch Live-Sampling und Granularsynthese. Die unabhängige Modifikation von Tonhöhe und Abspielgeschwindigkeit einzelner Geräusche und Töne dient als Grundlage zur Erstellung von granularen Wolken. Mithilfe von analoger Klangformung werden die harmonischen Anteile herausgeschält und moduliert. Auf diese Klänge können die Instrumentalisten wiederum spielerisch eingehen und Spiegel des Spiegels sein.  Die Ergebnisse dieser Reise ins Ungewisse präsentieren wir auf einem Konzert in der Aula am Abend des 07.12.2017.  Ein Workshop zur Grenzerfahrung zwischen Geräusch und Musik.

Ungewisse präsentieren wir auf einem Konzert in der Aula am Abend des 07.12.2017.  Ein Workshop zur Grenzerfahrung zwischen Geräusch und Musik.

Dienstag, 05.12.2017, 17.00 Uhr
Donnerstag, 07.12.2017, 9.00 Uhr
Raum 165Referenten: Tamara Flad, Jan Freymann und Prof. Dr. Philipp Ahner

Musik erfinden mit der App Pocket Composer (android)

Der Workshop bietet den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Möglichkeit mit der App Pocket Composer (android) Musik zu komponieren, zu erfinden bzw. Klangkollagen zu erstellen. Im Workshop arbeiten die Teilnehmerinnen und Teilnehmern in Teams, so dass unterschiedliche Vorerfahrungen und Vorkenntnisse eingebracht werden können. Die App Pocket Composer wurde von den Studierenden der Hochschule für Musik Trossingen Tamara Flad (Schulmusik + BA) und Jan Freymann (BA MD) entwickelt. Die App ermöglicht mit und ohne Vorkenntnisse für Einzelnutzer wie für kleine Gruppen musikalische Gestaltungsprozesse.

Max 12 Teilnehmer, Workshop für Einsteiger und Fortgeschrittene, Mitzubringen sind: Smartphone/Tablet und Kopfhörer.

Mittwoch, 06.12.2017, 9.00 Uhr
Raum 165Referent: Prof. Dr. Philipp Ahner

Android-Apps als Tools für analoges Musizieren, Lern- und Gestaltungsprozesse mit mobilen Endgeräten im Unterricht nutzen

Der Praxis-Workshop thematisiert Apps als Unterstützung für analoges Musizieren und gibt einen Überblick über Möglichkeiten wie Klangmessung, Recording, Editing, Notation, Rhythmen lernen, Gehörbildung etc.

Max 16 Teilnehmer, Workshop für Einsteiger und Fortgeschrittene, Mitzubringen sind: Smartphone/Tablet und Kopfhörer

Mittwoch, 06.12.2017, 11.00 Uhr
Raum 165Referenten: Prof. Dr. Norbert Schnell Und Prof. Dr. Philipp Ahner

Bar-Camp/Forum für das Lernen und Lehren mit mobilen Endgeräten

Das Bar-Camp/Forum ermöglicht Teilnehmerinnen und Teilnehmern mit Praxiserfahrung einen Austausch über technische und pädagogische Anforderungen und Stolpersteine. Eine kurze Vorstellung von Best-Practice-Beispielen ist erwünscht (aber nicht verpflichtend).

Mögliche Themenschwerpunkte können beispielsweise folgende Themen sein:

  • Apps im analogen Hochschulalltag
  • Digital Classroom Management
  • BYOD oder Tablet-Klasse

Forum für Fortgeschrittene und Interessierte, Mitzubringen sind: Smartphone/Tablet und Kopfhörer.

Dienstag, 05.12.2017, 15.30 Uhr
Mittwoch, 06.12.2017, 15.30 Uhr
Freitag, 08.12.2017, 9.00 Uhr
Dienstag/Mittwoch: Raum 165, Freitag: Raum 164Referent: Prof. Dr. Philipp Ahner

Apps als Musikinstrumente

Smartphones und Tablets als digitale Instrumente für Produktion, Komposition und Sounddesign mit Apps für Lern- und Gestaltungsaufgaben einsetzen: Analoge Klänge imitieren und synthetische Klänge erzeugen (Looping, Effekte, sphärische Flächensounds, polyrhythmische Drumpattern etc.). Praxis-Workshop für den Unterricht in der Sekundarstufe.

Max 16 Teilnehmer, Workshop für Einsteiger und Fortgeschrittene, Mitzubringen sind: Smartphone/Tablet und Kopfhörer. Internetzugang im Kursraum erforderlich.

Mittwoch, 06. Dezember 2017, 16.45 Uhr
Raum 153

Chris Ross ist ein australischer Bassist, Keyboarder und Komponist. Im Jahr 2000 gegründete er mit Myles Heskett am Schlagzeug und dem Sänger und Gitarristen Andrew Stockdale die Rock-Band Wolfmother. Im Jahr 2005 nahmen sie in Los Angeles mit dem Produzenten Dave Sardy (u. a. Slayer, Marilyn Manson, Oasis) ihr ebenfalls Wolfmother betiteltes erstes Album auf. Bei den Grammy Awards 2006 gewann Wolfmother den Grammy in der Kategorie „Beste Hard-Rock-Performance". Es folgten viele weitere Preise und zahlreiche Auftritte auf Festivals und in Stadien weltweit. Ein besonderes Markenzeichen von Chris Ross war seine Art, das Keyboard fast komplett zu kippen und schräg zu spielen. 2008 verließen Chris Ross und Myles Heskett das Trio und widmeten sich neuen musikalischen Gebieten, darunter der Modularen Klangerzeugung. Im Gespräch mit Olaf Taranczewski dürfen wir gespannt sein auf Chris Ross' Anekdoten und Erfahrungen, sowie interessante Ansichten zu den Themen Perfomance, Kunstbegriff und Musikindustrie.

Mittwoch, 06.12.2017, 18.00 Uhr
Raum 164Referenten: Prof. Dr. Norbert Schnell und Prof. Dr. Philipp Ahner

Bar-Camp/Forum für das Lernen und Lehren mit mobilen Endgeräten

Das Bar-Camp/Forum ermöglicht Teilnehmerinnen und Teilnehmern mit Praxiserfahrung einen Austausch über technische und pädagogische Anforderungen und Stolpersteine. Eine kurze Vorstellung ist erwünscht (aber nicht verpflichtend).

Mögliche Themenschwerpunkte können beispielsweise folgende Themen sein:

  • Apps für synchrones Musizieren mit Ableton-Link
  • Digitale Instrumente

Forum für Fortgeschrittene und Interessierte, Mitzubringen sind: Smartphone/Tablet und Kopfhörer.

Freitag, 08.12.2017, 09.00 und 15.30 Uhr
Raum 165Referent: Matthias Krebs

Der Workshop wird als ein Kreativlabor durchgeführt: Ausgehend von einer kurzen praktischen Auseinandersetzungen mit einigen digitalen Instrumenten, wollen wir Unterschiede zwischen verschiedenen Instrumenten herausarbeiten und pädagogische Konsequenzen diskutieren.

Musikinstrumente sind immer schon technische Gebilde gewesen, Musikmaschinen auf dem Stand der Technologie ihrer jeweiligen Zeit (vgl. Harenberg 1999). In Musikschulen sind digitale Musiktechnologien jedoch kaum präsent. Besonders das digitale Musikinstrumentarium, das nicht direkt im Zusammenhang mit einem digitalen Tonstudioequipment steht, darunter DJ-Controller, aber auch LinnStrument, Seaboard und Co sowie Musikapps, die Smartdevices in Musikinstrumente verwandeln. Eine Integrierung setzt dabei die Akzeptanz der Tatsache voraus, dass sich im Zuge der Auseinandersetzung mit den digitalen Errungenschaften unsere herkömmlichen Vorstellungen davon verändern, was Musik heute sein kann, wie sie entsteht und wie sich vermittelt werden kann. Der Workshop wird als ein Kreativlabor durchgeführt: Ausgehend von einer kurzen praktischen Auseinandersetzungen mit einigen digitalen Instrumenten, wollen wir Unterschiede zwischen verschiedenen Instrumenten herausarbeiten und pädagogische Konsequenzen diskutieren. Abschließend entwickeln die Teilnehmenden in Gruppen Unterrichtprojekte, bei denen digitale Instrumente integriert sind, nach verschiedenen didaktischen Modellen (u.a. TPACK, SAMR).

Freitag, 08.12.2017, 11.00 Uhr & 15.30 Uhr
Raum 165Referent: Matthias Krebs

Soll das, was die drei Jungs da machen, etwa Musizieren sein?

Im Workshop wollen wir eine Auswahl an Videos unter folgenden Fragestellungen analysieren: Wie gestalten sich Musizierprozesse mit Apps? Wie interagieren die Teilnehmenden einer Gruppe, die mit Apps miteinander Musik machen?

Musikapps, installiert auf die heute leistungsfähigen Smartphones und Tablets, bietet inzwischen ein unüberschaubar vielseitiges Repertoire an Möglichkeiten, musikalischen Ausdruck zu gestalten. Als eines der momentan aktuellsten Symbole des Informationszeitalters stehen Musikapps provokant vor der breiten Auswahl an »herkömmlichen« Musikinstrumenten aller Art und Form. Immer mehr Menschen bieten sie ein Instrumentarium, mit dem sie lustvoll, tiefgründig, empathisch, neugierig, virtuos und vielfältig musizieren. Im Workshop wollen wir eine Auswahl an Videos unter folgenden Fragestellungen analysieren: Wie gestalten sich Musizierprozesse mit Apps? Wie interagieren die Teilnehmenden einer Gruppe, die mit Apps miteinander Musik machen? In einer phänomenologischen Erkundung wollen wir Kategorien erarbeiten, um Musizierprozesse mit Apps besser verstehen zu können, woran sich pädagogische Fragestellungen anschließen.