Prof. Dr. Philipp Ahner

Professur für Musikpädagogik und Musikdidaktik im Kontext digitaler Medien

Foto: Annette Widler

Prof. Dr. Philipp Ahner
Landeszentrum MUSIK–DESIGN–PERFORMANCE

Staatliche Hochschule für Musik
Schultheiß-Koch-Platz 3
78647 Trossingen

Telefon 07425 9491-96
E-Mail philipp.ahner@mh-trossingen.de

  • Seit 2017 Professor für Musikpädagogik und Musikdidaktik im Kontext digitaler Medien am Landeszentrum MUSIK–DESIGN–PERFORMANCE
  • Seit 2019 Prorektor für Studium, Lehre und Forschung der Staatlichen Hochschule für Musik Trossingen
  • Aktueller Forschungsschwerpunkt: musikdidaktische Forschung mit digitalen Medien im Jugendalter und in der Lehrerbildung
  • Promovierter Musikpädagoge und studierter Musik- und Handelslehrer, war zuvor Professor für Fachdidaktik an der Hochschule für Musik Detmold, Lehrbeauftragter am Seminar für Lehrerbildung und Didaktik Weingarten, Musiklehrer in der gymnasialen Oberstufe am Beruflichen Schulzentrum Wangen sowie Mitarbeiter des Nationaltheaters Mannheim

Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2020

AHNER, PROF. DR. PHILIPP

FORSCHUNGSKOLLOQUIUM FÜR MASTERSTUDIERENDE UND DOKTORANDEN

Kolloquium zu aktuellen und geplanten Masterarbeiten und Promotionsvorhaben sowie methodologischen Aspekten musikpädagogischer Forschung.

Blockveranstaltung 02.-04.07.2020 09.00-19.00 Uhr
R 234

AHNER, PROF. DR. PHILIPP

MUSIKPÄDAGOGIK IN EUROPA

The seminar is related to the 28th EAS Conference in Padua (Italy). The programme will include workshops, discussions, presentations and musical activities. The aim is to give student teachers the opportunity to share and exchange their experience and views of music teaching and music teacher training and to explore and discuss issues which impact upon music education in schools.

Mittwoch (14-tägig) + 10.-13.06.2020 17.00-19.00 Uhr
R 165

AHNER, PROF. DR. PHILIPP
NEIPP, ANIKA
SCHNEIDER-BINKL, PROF.I.V. DR. SABINE
ZENK, PROF. DR. CHRISTINA

MUSIKPÄDAGOGISCHES SEMINAR FÜR EXAMENSKANDIDATEN

Das Seminar für Studierende des Gymnasiallehramts sowie Musikdesign dient der Vertiefung ausgewählter Themen und kann ggf. als Vorbereitung auf die Staatsprüfung für das Lehramt an Gymnasien (s. § 11, Abs. 3 der GymPO I) oder die Bachelorarbeit (RahmenVO-KM 2015) genutzt werden. Schwerpunkt des Seminars sind mündliche Prüfungsthemen, die Zulassungsarbeit, die Bachelorarbeit sowie die Ausgestaltung des Integrativen Moduls bzw. der Integrativen Prüfung im Staatsexamen.

Mittwoch 19.00-20.30 Uhr
(Beginn 08.04.2020) 19.00 Uhr
R 165

Videointerview mit Philipp Ahner

Drei kurze Fragen an Philipp Ahner

Vor Ihrer Berufung zum Professor für Musikpädagogik und Musikdidaktik im Kontext digitaler Medien an unserer Hochschule waren Sie in Detmold Professor für Fachdidaktik – ohne den digitalen Bezug. Was macht für Sie die Faszination des Digitalen in Musik und Pädagogik aus?

Entwicklungen des vielfältigen Musizierens und Musiklernens sind für mich ein sehr spannendes Arbeitsgebiet und dies sowohl in der Forschung wie in der Lehre. Die Digitalisierung gehört dabei zu den zentralen Herausforderungen, indem sich neue musikalische Praxen entwickeln und zugleich Musiktraditionen neu gedacht werden müssen. Musik in der Schule und anderen Bildungseinrichtungen ist besonders gefordert diese Prozesse aktiv mit zu gestalten. Die damit verbundenen Thematiken bilden schon seit einigen Jahren den Schwerpunkt meiner Forschung, während die Lehre durchweg die vielen Möglichkeiten musikbezogenen Handelns umfasst.

An der Staatlichen Hochschule für Musik Trossingen wurde mit dem Zusatz in der Denomination der Professur „im Kontext digitaler Medien“ eine Besonderheit im deutschsprachigen Raum geschaffen. Die meisten Professorinnen und Professoren im Bereich der Musikpädagogik und Musikdidaktik sind auf bestimmte Forschungsschwerpunkte konzentriert, ohne dass dies in der Denomination der Professur zu erkennen wäre. Der Zusatz hebt zum einen die besondere Bedeutung der Thematik hervor und verdeutlicht zum anderen, dass digitale Medien nur den Kontext bilden und ein vielfältiges Musizieren und Musik lernen im Zentrum bleibt.

Sie forschen zu kompetenzorientierten Lern- und Gestaltungsprozessen in Schulen mit musikbezogenen Apps. Welche Veränderungen in der Musikpädagogik nehmen Sie im Zuge der weiten Verbreitung von Smartphone, Tablet und Co. wahr?

In der Musikpädagogik erfahren die Digitalisierung und die damit verbundenen Phänomene eine höhere Aufmerksamkeit. Über viele Jahre war eine durchweg ablehnende Haltung en vogue, die sich beispielsweise darin zeigte, dass es im Bereich der Musikdidaktik und Musikpädagogik keine größeren Forschungsprojekte im Bereich der Digitalisierung gab. In jüngster Zeit wächst die Anzahl an Kolleginnen und Kollegen, die sich mit den Thematiken der Digitalisierung für das musikbezogene Lernen in Schulen interessieren. In diesem Bereich sind noch viele Fragen offen und es ist wichtig, dass in den vielen Teilbereichen der Musikpädagogik die Veränderungen erforscht und aktiv gestaltet werden.

Welche Einsatzmöglichkeiten beeindrucken Sie besonders, wie nutzen Sie selbst KlangAPPs und welche Tipps haben Sie für Neueinsteiger?

Digitale Dinge und Medien eröffnen Möglichkeiten, die dem Ding zunächst nicht anzusehen sind. Ein kleiner schwarzer Kasten oder auch nur ein Knopf an einem Armband können den Ausgangspunkt für einen vielfältigen Umgang mit Klang bilden. Besonders beeindruckt mich dabei, dass die zahlreichen in den Geräten verbauten Sensoren ein Musizieren mit digitalen Instrumenten ermöglichen, welches die ganze musikalische Körperlichkeit mit einbezieht. Bisher nutzen nur wenige Entwickler diese technologischen Möglichkeiten mit der Folge, dass wir noch viel zu oft mit (großen) Fingern auf (kleinen) Displays rumhantieren. Allen Musikpädagoginnen und Musikpädagogen empfehle ich einen Blick auf die „Klang Apps“-Seiten des Landeszentrums im Internet zu werfen, um sich einen kleinen Überblick über die technologischen Dimensionen von Apps im Umgang mit Klang zu verschaffen.

Aktuelle Forschungsprojekte

KlangAPPs/SoundAPPs

    • KlangAPP-Modell: Entwicklung eines Cluster-Modells für kompetenzorientierte Lern- und Gestaltungsprozesse in Schulen mit musikbezogenen Apps (Systematische Lehr-Lern-Forschung). Projektzeitraum: 2015 – 2018
    • KlangAPP-Communities: Initiierung und Begleitung von freiwilligen Arbeitsgemeinschaften für kompetenzorientierte Lern- und Gestaltungsprozesse mit musikbezogenen Apps.
      Entwicklungziele: Gestaltungsprinzipien für freiwillige Arbeitsgrguppen unterschiedlicher musikpädagogischer Berufsfelder
      Erkenntnisinteresse: Diversität und digitale Technologien in der Lehrerbildung.
      Design Research (musikdidaktische Entwicklungsforschung). Projektzeitraum: 2017 – 2019

Musik erfinden mit Smartphones

Kreatives und produktives Gestalten mit Apps in kollaborativen Lernformen in der Schule

Entwicklungziele: prozessorientierte selbstregulationsförderliche Lernumgebungen mit mobilen digitalen Endgeräten im Musikunterricht der Sekundarstufe.
Erkenntnisinteresse: Ausprägungen und Bedeutungen der Dimensionen der "Selbstbestimmungstheorie der Motivation" aus Sicht der Schülerinnen und Schüler.
Design Research (musikdidaktische Entwicklungsforschung). Projektzeitraum: 2016 – 2020

Aktuelle Publikationen

  • Ahner, Philipp; Heitinger, Dennis; Hertzsch, Lukas; Flad, Tamara (2019): Music Apps. Unterrichten mit Smartphones und Tablets. Mainz: Schott Music (Sekundarstufe Musik), Link zur Publikation
  • Individuelle Förderung, Dinge und Digitalisierung. Adaptivität und Passung in musikbezogenen Lernprozessen mit digitalen Dingen oder Herausforderungen der individuellen Förderung in Musik-Ding-Mensch-Interaktionen mit Smartphones und Tablets im Musikunterricht. Diskussion Musikpädagogik (82/19), 10–17.
  • Wozu das digitale Ding? Grundlagen für einen schülerzentrierten Umgang mit mobilen digitalen Technologien im Musikunterricht der Sekundarstufe. In D. Barth, G. Biegholdt, O. Nimczik, J. Oberschmidt & M. Pabst-Krueger (Hrsg.), Musikunterricht 4. Bildung, Musik, Kultur - Am Puls der Zeit (S. 118–123). Kassel.
  • E-Learning. musikschule )) DIREKT. In: Üben & Musizieren. H. 01/19. S. 6-9.
  • KlangAPPs – SongAPPs. Melodien arrangieren mit APPs - Apps und Aufgaben zum Umgang mit Melodien. In: Musik & Bildung (17/3), S. 52–59. (zusammen mit Martin Dieckhoff)
  • LOOP-Apps, Halleluja und Triumph! In: Musik und Unterricht (128), S. 34–41.
  • Musiklehrerausbildung in der digitalen Gesellschaft: Dossier Nr. 6. Kulturelle Bildung digital - Vermittlungsformen, ästhetische Praxis und Aus- und Weiterbildung. Online verfügbar unter: https://www.kultur-bildet.de/sites/default/files/mediapool/dossier/pdf/philipp_ahner_musiklehrerausbildung_in_der_digitalen_gesellschaft_0.pdf
  • Musikpädagogik & Musikdidaktik im Kontext digitaler Medien. In: Rektorat der Staatlichen Hochschule für Musik Trossingen (Hrsg.): Lesewerk. Schrift zur Einweihung des Landeszentrums MUSIK–DESIGN–PERFORMANCE. Trossingen: Hochschulschrift 2017, S. 22-29.
  • Klang-Apps. Klänge erkunden - KlangAPPs im Musikunterricht der Sekundarstufe. In: Musik & Bildung  (16/1), S. 28–35.

Funktionen und Mitgliedschaften

Weitere Professor*innen des Landeszentrums