Sonja Lena Schmid diskutiert auf Reeperbahn Festival über neues Konzertdesign

26.09.2019

Vom 18.-21.09.2019 fand das Reeperbahn Festival in Hamburg statt. Das Festival verbindet in seinem Programm ein vielfältiges Line-Up neuer, internationaler Talente mit der Themenvielfalt eines progressiven Musik-Marktplatzes mit über 900 Einzelveranstaltungen. Seit dem Debüt im Jahr 2006 hat sich das Reeperbahn Festival zu einem der wichtigsten Treffpunkte für die Musikwelt entwickelt und zeigt, wie sich ein überbordendes musikalisches Line-Up mit musikwirtschaftlichen Interessen und zivilgesellschaftlichem Engagement verbinden lässt.

Sonja Lena Schmid, Professorin für Ensemble und Digitale Performance am Landeszentrum MUSIK–DESIGN–PERFORMANCE, diskutierte in diesem Rahmen am Samstagnachmittag im Schmidtchen (Klubhaus St. Pauli) gemeinsam mit Sonia Simmenauer (Geschäftsführerin Impresariat Simmenauer) und Folkert Uhde (Kulturmanager/Konzertgestalter) über innovative Konzertformate und neue Zugänge zur Musik. Die Diskussion unter dem Titel „Ideas for New Concert Design“ wurde moderiert von Tobias Ruderer (Creative Director RDR3).

Aus der Ankündigung:

Der Begriff „Konzertdesign“ wurde von Folkert Uhde entwickelt. Das Konzertdesign umfasst alle Formen neuer Aufführungsformate klassischer Musik (und anderer Genres). Der Kulturwissenschaftler Prof. Martin Tröndle hat für das klassische Konzert in einer Studie ermittelt, dass in 30 Jahren 38 % weniger Klassikhörer*innen existieren werden. Sein Plädoyer: Wer das Konzert erhalten möchte, muss es verändern. Das Konzertdesign nimmt sich dieser Veränderungen konkret an, gibt Impulse, stiftet niedrigschwellige Zugänge und involviert ein gesamtgesellschaftlich angesprochenes Publikum.