Prof. Thorsten Greiner

Professur für Intermediales Gestalten und Klanginteraktion

Prof. Thorsten Greiner
Landeszentrum MUSIK–DESIGN–PERFORMANCE

Staatliche Hochschule für Musik
Schultheiß-Koch-Platz 3
78647 Trossingen

Telefon 07425 9491-52
E-Mail thorsten.greiner@mh-trossingen.de

  • Seit 2017 Professor für Intermediales Gestalten und Klanginteraktion am Landeszentrum MUSIK–DESIGN–PERFORMANCE
  • Diplom-Physiker
  • Arbeitete u.a. als freier Videokünstler am Theater, gestaltete digitale Interaktions-Plattformen für das Städel Museum, setzte als Freiberufler die Messestände im Automotive-Sektor mit interaktiven Installationen in Szene
  • Unterrichtet seit einigen Jahren an der Hochschule Darmstadt im Studiengang „Sound and Music Production“

Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2020

KÄPPLER, PROF. FLORIAN
GREINER, PROF. THORSTEN
TARANCZEWSKI, PROF. OLAF
BRÜMMER, PROF. LUDGER
SWOBODA, JÜRGEN

MUSIKDESIGN LABORATORIUM

Werkzeuge der digitalen Klanggestaltung und deren Anwendung | Synchronisation von Bild und Ton | Grundlagen des Mehrkanaltons | Theorie instrumentaler und elektronischer Musik | Grundlagen des Sounddesigns und der Sprachgestaltung | Entwicklung künstlerischer Prozesse im Team | Erstellung von einfachen Soundalikes | Umsetzung von Performance-, Installations- und Live Electronic Konzepten | Entwicklung einfacher interaktiver Musiksysteme | Fähigkeit, über die eigene kreative Arbeit und die kreative Arbeit anderer zu reflektieren und konstruktiv zu diskutieren.

Siehe Musikdesign-Stundenplan
Hans-Lenz-Haus, RC 301, RC 304, RC 309, R C 401 n.V.

MANGANARO, AUDREY C. (LEITUNG)
SCHMID, PROF. SONJA LENA (TROLL ENSEMBLE)
GREINER, PROF THORSTEN (INTERMED. GESTALTEN)

ECHOES OF VENICE

„Echoes of Venice“ kombiniert alte und moderne Multimediatechnologien und untersucht die Idee von Klangräumen von der Renaissance bis zur Gegenwart. Das Projekt bietet Repertoire der venezianischen Schule (16./ 17. Jh) in Interaktion mit visuellen Medien und neu interpretierten Dekonstruktionen des Trossinger Laptop Ensembles (TROLL) über 4 Audiokanäle, sowie ein zeitgenössisches Stück für Posaunen, das auch mit der Idee von Klangräumen spielt. Zu den namhaften venezianischen Komponisten zählen Giovanni Gabrieli, Giovanni Battista Grillo und Claudio Merulo.

06.&07.04.2020 | 18.00-22.00&09.00-22.00 Uhr
05.&06.&07.06.2020 | 09.30-22.00&09.00-20.00 Uhr
Konzert: 07.06.2020 | 18.00 Uhr Konzertsaal

GREINER, PROF. THORSTEN

AUDIOVISUELLE BÜHNENPERFORMANCE

„Grundsätzlich geht es um Szenographie: Die Inszenierung im Raum mit Licht, Bild, Bewegung und Musik. Ausgangspunkt werden aktuelle audiovisuelle Inszenierungen, ähnlich zur Opernwerkstatt im vergangenen Winter sein. Nach dem Einblick in Best Practice Beispiele folgen Übungen mit Photographie, Licht & Videoprojektionen, abschließend werden die Konzeptentwürfe umgesetzt. Das Modul ist offen für alle Studierenden die eigene Projekte oder geplante Abschlussarbeiten audiovisuell Inszenieren möchten.“

Mittwoch 16.00-18.00 Uhr
R C 401

GREINER, PROF. THORSTEN

CREATIVE CODING

Algorithmen als Mittel künstlerischer Ausdrucksweise: In diesem Kurs werden die Grundlagen zum Verständnis von Programmcode vermittelt, um dann audiovisuelle Beispiele im Bereich der Medienkunst für eigene Zwecke zu manipulieren. Stichworte: Generative Art, machine learning, Processing, Javascript Unity 3d.

Dienstag 12.15-13.15 Uhr
R C 401

GREINER, PROF. THORSTEN
SCHNELL, PROF. DR. NORBERT

AUDIO ENVIRONMENTS

"Kernthemen um die kreative Anwendung von Raumklangverfahren in immersiven Medien sind: 1) Neue Interaktionskonzepte für Virtual Reality Anwendungen 2) Vertonung von visuellen, generativen Gestaltungsprinzipien 3) 3D Sound über Kopfhörer 4) Multikanal Lautsprechersysteme 5) Umsetzung in der Gameengine Unity 3D, Max und Web Audio) 6) Wahrnehmung und Analyse von Klangumgebungen. In diesem Kurs werden Interaktionskonzepte vom Sound her gedacht, entwickelt und mit der HTC-Vive und Unity 3D umgesetzt."

Dienstag 14. & 28.04., 12.05., 09. & 16. & 30.06., 14.07.2020
14.00-18.00 Uhr
R C 401

Videointerview mit Thorsten Greiner

Drei kurze Fragen an Thorsten Greiner

In ihrer Vita verbinden Sie Hochschullehre, Arbeit am Theater und freiberufliche Kunstprojekte bis hin zur Video-Liveperformance für elektronische Clubmusik. Mit Ihrer Professur für Intermediales Gestalten und Klanginteraktion decken Sie ebenfalls ein weites Feld ab. Was sind die Kernthemen für Ihre Arbeit am Landeszentrum?

Meine Kernthemen sind audiovisuelle Performance und Szenografie in virtuellen Umgebungen. Dabei kommt es mir insbesondere auf das Zusammenspiel von Musik mit visuellen Medien an. Mir ist dabei wichtig, dass die Studierenden von Grund auf nicht nur den akustischen, sondern auch den visuellen Raum mitdenken und ein Bewusstsein für die Anordnung von Bild, Licht, Bewegung und Musik im Raum bekommen.

Mit einiger Wahrscheinlichkeit sind Sie der einzige Diplom-Physiker an der Staatlichen Hochschule für Musik Trossingen. Worin liegt für Sie der Reiz in der Verbindung der beiden Welten Musik und „MINT“ (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik; Anm. d. Red.)?

Heute spielt die Technologie eine große Rolle und da ist mein MINT-Hintergrund eine gute Verbindung. Wenn man z.B. neuartige Instrumente erschaffen will, dann muss man sich mit Physical Computing, Algorithmen und Programmieren auseinandersetzen. Ich versuche immer aktuelle, gesellschaftlich relevante Aspekte auf kleine Einheiten herunterzubrechen, z.B. welchen Einfluss hat Maschinen-Learning auf die Zukunft als Musiker. Mir ist hier das Pionierdenken besonders wichtig, sich auch mal aus der eigenen Komfortzone zu bewegen. Dafür sind alle Aspekte aus den MINT-Fächern ein prädestinierter Ansatzpunkt.

Im Wintersemester 18/19 haben Sie im Rahmen der überfachlichen Professionalisierung ein Seminar zu künstlerischer Identität und Social Media angeboten. Welche Rolle spielt aus Ihrer Sicht für Musikstudierende die Präsenz im Netz?

In Zeiten der Digitalisierung spielt aus meiner Sicht die Präsenz im Netz eine immer wichtigere Rolle. Um insbesondere jüngere Zielgruppen erreichen zu können, müssen neben der Ausbildung zum Musiker auch die Themen Präsentation und Darstellung im Netz eine Rolle spielen. Ein Gefühl dafür zu entwickeln, wie die Zielgruppen ticken, mit denen man später z.B. als Zuhörer, Kooperationspartner oder Arbeitgeber wie Orchester oder Agenturen zu tun haben wird, ist essentiell. Wenn die Studierenden in der Lage sind, Zielgruppen zu analysieren und sich bewusst zu sein, wie man Inhalte für diese Zielgruppen gestalten, produzieren und entwickeln kann, gibt man ihnen die Chance, auch neue Performance-Formate zu denken und eine eigene Community zu entwickeln.

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