Prof. Thorsten Greiner

Professur für Intermediales Gestalten und Klanginteraktion

Prof. Thorsten Greiner
Landeszentrum MUSIK–DESIGN–PERFORMANCE

Staatliche Hochschule für Musik
Schultheiß-Koch-Platz 3
78647 Trossingen

Telefon 07425 9491-52
E-Mail thorsten.greiner@mh-trossingen.de

  • Seit 2017 Professor für Intermediales Gestalten und Klanginteraktion am Landeszentrum MUSIK–DESIGN–PERFORMANCE
  • Diplom-Physiker
  • Arbeitete u.a. als freier Videokünstler am Theater, gestaltete digitale Interaktions-Plattformen für das Städel Museum, setzte als Freiberufler die Messestände im Automotive-Sektor mit interaktiven Installationen in Szene
  • Unterrichtet seit einigen Jahren an der Hochschule Darmstadt im Studiengang „Sound and Music Production“

Lehrveranstaltungen im Wintersemester 2019/20

Vielfältige Angebote an den Schnittstellen Musik und Medien. Einige der Wahloptionen öffnen sich für die Gesamthochschule.

ZUORDNUNG: Studierende Musikdesign und Musicdesign sowie andere Studierende der Fakultät digitale Medien (HFU). LP N.V

KONKRETE ANGEBOTE VOR BEGINN DES WS, PROAKTIVE AUSKUNFT ÜBER ANDREAS BRAND: BRAND@MUSIKDESIGN.NET | PROF. FLORIAN KÄPPLER, PROF. THORSTEN GREINER, PROF. OLAF TARANCZEWSKI, PROF. LUDGER BRÜMMER, ANDREAS BRAND

Grundsätzlich geht es um Szenographie, also um die Inszenierung im Raum mit Hilfe von Licht, Bild, Bewegung und Musik. Ausgangspunkt im Modul wird die audiovisuelle Inszenierung der Opernwerkstatt sein. In der ersten Phase werden Konzepte entwickelt und Best Practice Beispiele besprochen. Danach folgen Übungen und Experimente mit verschiedenen Medienformaten wie Licht, Videoprojektionen und Raumklang. In der dritten Phase werden die Konzeptentwürfe umgesetzt. Das Modul ist, neben den Beteiligten der Opernwerkstatt, offen für alle Studierenden die aktuelle eigene Projekte oder geplante Abschlussarbeiten audiovisuell Inszenieren möchten. Idealerweise finden sich interdisziplinär zusammengesetzte Teams, die gemeinsam die Umsetzung der erarbeitet Konzepte vorantreiben.

ZUORDNUNG: offen für alle Studierenden.

R C 401 | MI 16.00–18.00 UHR | ANMELDUNG: THORSTEN.GREINER@MH-TROSSINGEN.DE | PROF. THORSTEN GREINER

Algorithmen als Mittel künstlerischer Ausdrucksweise: In diesem Kurs werden die Grundlagen zum Verständnis von Programmcode vermittelt, um dann audiovisuelle Beispiele im Bereich der Medienkunst für eigene Zwecke zu manipulieren. Stichworte: Generative Art, Processing, Touch Designer, machine learning, Unity 3d.

ZUORDNUNG: offen für alle Studierenden, auch für HFU-Studierende (Fakultät Digitale Medien). 1 bis max. 3 LP n.V. und Studienleistung

R C 401 | TERMIN siehe MD-Stundenplan | ANMELDUNG: THORSTEN.GREINER@MH-TROSSINGEN.DE | PROF. THORSTEN GREINER

Werkzeuge der digitalen Klanggestaltung und deren Anwendung | Synchronisation von Bild und Ton | Grundlagen des Mehrkanaltons | Musik mit Circuit-Bending | Theorie instrumentaler und elektronischer Musik | Grundlagen des Sounddesigns und der Sprachgestaltung | Praktische Umsetzung von Konzepten der Klanginteraktion | Konzeption interaktiver Musiksysteme | Entwicklung künstlerischer Prozesse im Team | Erstellung von einfachen Soundalikes | Umsetzung von Performance-, Installations- und Live Electronic Konzepten | Entwicklung einfacher interaktiver Musiksysteme | Fähigkeit, über die eigene kreative Arbeit und die kreative Arbeit anderer zu reflektieren und konstruktiv zu diskutieren. Das Wintersemester steht unter dem Motto „Raumklang“. Es entstehen lineare sowie interaktive Spatial-Sound-Arbeiten.

TERMINE siehe MD-Stundenplan | PROF. FLORIAN KÄPPLER, PROF. THORSTEN GREINER, PROF. LUDGER BRÜMMER, PROF. OLAF TARANCZEWSKI, JÜRGEN SWOBODA

KÜNSTLERISCHE IDENTITÄT & SOCIAL MEDIA
Die Studierenden lernen, wie sie sich von der Strategieentwicklung über das digitale Portfolio bis hin zur Präsenz in sozialen Netzwerken als Künstler im Netz darstellen können. In vier aufeinander aufbauenden Modulen werden aktuelle Best Practice-Beispiele medientheoretisch reflektiert, Strategien für die Analyse und Umsetzung eines persönlichen Kommunikationskonzeptes vermittelt und umgesetzt.
1. Grundlagen: Webkompetenz und persönliche Strategieentwicklung
2. Inhaltliche Maßnahmen-Planung
3. Umsetzung: Digitales Portfolio und Bildmaterial
4. Umsetzung: Darstellung in sozialen Netzwerken mit Videomaterial

MECHANISMEN UND WIRKUNGEN IN AUDIOVISUELLEN MEDIEN
REFERENTIN: Dagmar Vinzenz TERMIN: N.N.

R 153 | TERMINE: MO 14. & 28.10.; 11.11., 02.12., je 13.00–16.00 UHR | ANMELDUNG: HOG@MH-TROSSINGEN.DE | PROF. THORSTEN GREINER

Videointerview mit Thorsten Greiner

Drei kurze Fragen an Thorsten Greiner

In ihrer Vita verbinden Sie Hochschullehre, Arbeit am Theater und freiberufliche Kunstprojekte bis hin zur Video-Liveperformance für elektronische Clubmusik. Mit Ihrer Professur für Intermediales Gestalten und Klanginteraktion decken Sie ebenfalls ein weites Feld ab. Was sind die Kernthemen für Ihre Arbeit am Landeszentrum?

Meine Kernthemen sind audiovisuelle Performance und Szenografie in virtuellen Umgebungen. Dabei kommt es mir insbesondere auf das Zusammenspiel von Musik mit visuellen Medien an. Mir ist dabei wichtig, dass die Studierenden von Grund auf nicht nur den akustischen, sondern auch den visuellen Raum mitdenken und ein Bewusstsein für die Anordnung von Bild, Licht, Bewegung und Musik im Raum bekommen.

Mit einiger Wahrscheinlichkeit sind Sie der einzige Diplom-Physiker an der Staatlichen Hochschule für Musik Trossingen. Worin liegt für Sie der Reiz in der Verbindung der beiden Welten Musik und „MINT“ (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik; Anm. d. Red.)?

Heute spielt die Technologie eine große Rolle und da ist mein MINT-Hintergrund eine gute Verbindung. Wenn man z.B. neuartige Instrumente erschaffen will, dann muss man sich mit Physical Computing, Algorithmen und Programmieren auseinandersetzen. Ich versuche immer aktuelle, gesellschaftlich relevante Aspekte auf kleine Einheiten herunterzubrechen, z.B. welchen Einfluss hat Maschinen-Learning auf die Zukunft als Musiker. Mir ist hier das Pionierdenken besonders wichtig, sich auch mal aus der eigenen Komfortzone zu bewegen. Dafür sind alle Aspekte aus den MINT-Fächern ein prädestinierter Ansatzpunkt.

Im Wintersemester 18/19 haben Sie im Rahmen der überfachlichen Professionalisierung ein Seminar zu künstlerischer Identität und Social Media angeboten. Welche Rolle spielt aus Ihrer Sicht für Musikstudierende die Präsenz im Netz?

In Zeiten der Digitalisierung spielt aus meiner Sicht die Präsenz im Netz eine immer wichtigere Rolle. Um insbesondere jüngere Zielgruppen erreichen zu können, müssen neben der Ausbildung zum Musiker auch die Themen Präsentation und Darstellung im Netz eine Rolle spielen. Ein Gefühl dafür zu entwickeln, wie die Zielgruppen ticken, mit denen man später z.B. als Zuhörer, Kooperationspartner oder Arbeitgeber wie Orchester oder Agenturen zu tun haben wird, ist essentiell. Wenn die Studierenden in der Lage sind, Zielgruppen zu analysieren und sich bewusst zu sein, wie man Inhalte für diese Zielgruppen gestalten, produzieren und entwickeln kann, gibt man ihnen die Chance, auch neue Performance-Formate zu denken und eine eigene Community zu entwickeln.

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